Der Weinanbau

 

Die Tafeltrauben

Weinfelder rings um den Lac du Salagou Clermont l’Hérault fut longtemps appelée « la Capitale du raisin de Table » car le tonnage transitant dans la ville était le plus important de France. Clermont l’Hérault wurde lange Zeit « Hauptstadt der Tafeltrauben » genannt, denn allein in dieser Stadt wurden mit 50.000 Tonnen 14 Prozent der Gesamtproduktion Frankreichs hergestellt und versandt (1955).

Die Produktion erstreckte sich über 6000 Hektar. Die beiden Rebsorten Chasselas und Servent deckten alleine 75 Prozent des Verkaufs. Die Periode ihrer Ernte fiel mit der anderer Früchte zusammen: Die des Chasselas Anfang des Sommers und die des Servant Ende September.

Auf Andregung der Herren Bouschet De Bernard et Feriau wurde 1930 ein Traubenmarkt in Clermont l’Hérault ins Leben gerufen. Um die Belieferung der Märkte von über 30 französischen Städten schon im Morgengrauen gewährleisten zu können, musste man sich mit der Eisenbahnlinie Chemins de Fer du Midi (heute SNCF) organisieren.

Der Erfolg dieser Organisation konkretisierte sich darin, dass täglich zwei Güterzüge Clermont verliessen. Darauf folgten bald regelmässige Züge nach Belgien, Deutschland etc. Diese Industrie schuf sehr viele Arbeitsplätze – für die Männer in den Weinfeldern, für die Frauen und Kinder bei der Auslese der Trauben und beim Export.

Um der Nachfrage gerecht werden zu können, kamen im Sommer viele Spanier, um bei der Ernte zu helfen. Die Dörfer um Clermont l’Hérault nahmen ebenfalls an diesem Aktivitätshöhepunkt teil, der schließlich den Lebensunterhalt der ganzen Gegend sicherte.

Zahlreiche Rentiers und Geschäftsleute siedelten sich nahe des Bahnhofes von Clermont-l’Hérault an und es wurden einige Hotels gebaut. Die Stadt glich mehr und mehr einem Ameisenhaufen.

Seit den siebziger Jahren ging die Produktion aufgrund der ausländischen Konkurrenz zurück. Dort konnten qualitativ bessere Trauben zu günstigeren Preisen hergestellt werden, während in unserer Gegend die Produktion zu saisonorientiert war und es an Arbeitskräften mangelte.

Heutzutage ist die Produktion an eher bescheiden, aber eine Handvoll Weinbauern kurbeln die Aktivität der Tafeltrauben wieder an, indem sie im Sommer einen Markt der Tafeltrauben in Clermont l’Hérault organisieren. Der Wein Nach der Überwindung der Reblauskrise Ende des 19. Jahrhunderts und des Winzeraufstandes im Jahre 1907 hat sich die Methode des Weinanbaus sehr geändert und die Weinbauern gruppierten sich zunehmend in Genossenschaften. Die meisten Bauten der Genossenschaftskellereien hatten denselben Architekten, der regelrechte „Flaggschiffe“ erbaute. Diese Genossenschaftskellereien, die vielfach riesengroß wirken im Verhältnis zu den Dörfern, denen sie gehören, öffnen Ihnen gerne ihre Pforten, um die verschiedenen Weine des Clermontais zu verköstigen.

Ob Rot-, Weiß- oder Roséwein, A.O.C. (Wein aus kontrolliertem Anbau) oder vin du pays (Landwein) – Sie werden Ihr Glück auf jeden Fall finden, ob in den Winzergenossenschaften oder den privaten Weinkellereien.

Beispiele :

  • Weißweine : Die Clairette de Paulhan oder Der Blanc de Cabrières
  • Roséweine : Der Rosé Saint Hippolyte de Fontès
  • Rotweine : Die AOC von Saint Félix de Lodez, Cabrières oder Clermont l’Hérault

Die beigefügten Bilder

Die Winzergenossenschaft von Octon - JPEG - 87.9 kB
Die Winzergenossenschaft von Octon

Crédit OT du Clermontais

Ein Zuber voll Weintrauben - JPEG - 152.2 kB
Ein Zuber voll Weintrauben

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Weinernte im Clermontais - JPEG - 133.8 kB
Weinernte im Clermontais

Crédit Fusioline

Weinfelder und Olivenhaine im Herbst - JPEG - 195.9 kB
Weinfelder und Olivenhaine im Herbst

Crédit Fusioline

 
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