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Der Hospitaliterorden

 

Kurze Geschichte des Hospitaliterordens

 Die ehemalige Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian - JPEG - 17.2 kB
Die ehemalige Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian
Crédit OT du Clermontais

Im Jahre 1113 erhielt ein Mönch namens Géraud, Leiter eines Hospizes in Jerusalem, wo Pilger aufgenommen und gepflegt wurden, den Auftrag, in Nébian einen unabhängigen Ritterorden zu gründen mit der Berufung, sich der Wallfahrer anzunehmen. Um die Sicherheit der Straßen für die Pilger zu gewährleisten, wurde der Orden erst drei Jahre später, im Jahre 1116 ins Leben gerufen: der Orden der Templeritter. Da sich die Gegend im permanenten latenten Kriegszustand befand, wurde 1126 zudem ein Hospitaliterorden zur Glaubensverteidigung gegründet.

Die Komturei des Hospitaliterordens des Heiligen Johannes von Jerusalem in Nébian

Nach ihrer Rückkehr vom Kreuzzug nach Jerusalem im Jahre 1147 entschieden der Baron Bérenger II, Herrscher von Clermont-Lodève, und Pierre de Posquieres, Bischof von Lodève, gemeinsam in Nébian ein Pflegeheim für die Pilger der Diözese einzurichten, die eine Reise ins Heilige Land unternahmen. Bérenger II spendete hierzu den Großteil seines Lehensbesitzes in Nébian und Pierre de Posquieres trat die Kirche Saint Julien mitsamt den dazugehörigen Einnahmen an die Hospitaliter des Heiligen Johannes von Jerusalem ab. Die Schenkung wurde vom Großmeister des Ordens dankend angenommen, der daraufhin im Jahre 1157 Guillelmus als ersten Kommandanten ernannte, der den Orden mit einigen Rittern und Dienern bezog. In der Folge nahm er den Ausbau in Angriff, indem er ein Haupthaus mit einigen Nebengebäuden errichten und das Grundstück mit hohen Mauern umgeben ließ. Außerdem ließ er die Kirche vergrößern und einen Kaplan ernennen. Die Hospitaliter kümmerten sich um die Religionsausübung, die Verwaltung des Hospitals, den Unterhalt der Wege und nicht zuletzt um die Pilger und Reisenden, die auf dem Teil des Jakobsweges unterwegs waren, der von Saint Guilhem über Brignac und le Puech Augé nach Nébian, Saint Georges de Boussac, Aspiran und Paulhan führte.

Die neue Komturei wurde in der Folge durch Spenden und Vermächtnisse verschiedener nennenswerter Lehensherrschaften wie beispielsweise derer von Liausson, bereichert. Die Hospitaliter des Heiligen Johannes von Jerusalem werden so zu den wirklichen Grundherren von Nébian. Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Ort auf ausdrücklichen Befehl des Königs von Frankreich befestigt, um die Einwohner während des Hundertjährigen Krieges vor den Engländern zu schützen. Dies hinderte die Hugenotten jedoch nicht daran, die Commanderie im Jahre 1573 zu zerstören. Die Herrschaft der Hospitaliter blieb jedoch bis zum 19. September1792 bestehen, der Tag, der das Ende der Orden bedeutet.

Man kann jedoch heute noch Überreste dieser Komturei erkennen. Das Hauptgebäude, später einfach nur das Haus des Heiligen Johannes mit seinem großen Gewölbesaal und den beiden Sonnenuhren gelang es, den Religionskriegen zu trotzen. Es diente später als Presbyterium und heute der Bevölkerung beispielsweise als Bibliothek. Eine der beiden Sonnenuhren wurde erst kürzlich restauriert.

Die beigefügten Bilder

Die ehemalige Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian - JPEG - 137.1 kB
Die ehemalige Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian

Crédit OT du Clermontais

Die Kapelle Notre Dame de Roubignac in Octon - JPEG - 117.1 kB
Die Kapelle Notre Dame de Roubignac in Octon

Crédit OT du Clermontais

Kreuz des Malteserordens in Paulhan - JPEG - 246.1 kB
Kreuz des Malteserordens in Paulhan

Crédit OT du Clermontais

Pforte der Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian - JPEG - 155 kB
Pforte der Kompturei des Hospitaliterordens von Nébian

Crédit OT du Clermontais

 
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