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Geologie und Vulkanismus

 

Die Geologie

 Der Basaltsteinbruch von Fontès - JPEG - 21.9 kB
Der Basaltsteinbruch von Fontès
Crédit CC Clermontais

Die große Besonderheit des Zentrums des Departements Hérault und insbesondere des Clermontais besteht darin, dass man auf einem Gebiet, das sich über dutzende von Kilometern erstreckt, auf eine extreme Vielfalt an fantastischen Gesteinsfarben trifft. Dieses Phänomen basiert auf dem Gehalt an verschiedene Mineralien und ist einzigartig in Europa. Dieses Naturerbe zieht deshalb Archäologen und Geologen aus der ganzen Welt an. Die Häuser der Dörfer, die aus diesem Gestein erbaut sind, leuchten in den verschiedensten Farben und bieten dem Besucher einen pittoresken Anblick. Die Farben spiegeln sich wieder in den Mauern, die die terrassenförmig angelegten Felder stützen (Restanques), in den typischen Steinhütten, die sich die Hirten als Unterstände gebaut hatten (Capitelle) und den zahlreichen Hinkelsteinen (Dolmens). Das Landschaftsbild wird vervollständigt durch den weißen oder hellgrauen Kalksandstein der Dolomie und, im krassen Gegensatz hierzu, dem roten Sedimentgestein rund um den Lac du Salagou, der Ruffe, dem schwarzen Vulkangestein und dem silbrig glänzenden Schiefer.

Die Vulkane

Das vulkanische Zentrum des Clermontais befindet sich auf dem Gebiet um Péret, Lieuran-Cabrières, Fontès und Aspiran. Der Vulkan Malhubert zwischen ist ein gutes Beispiel für die strombolische Tätitgkeit. Er entstand vor 1,2 Millionen Jahren in einer Lagunenlandschaft und brachte phreatomamatische Explosionen hervor, die einen Konus von 12 Metern Schlacke schufen. Sein Lavastrom drang bis in das Gebiet von Aspiran vor. Der See aus fossiler Lava in Fontes ist eine sehr seltene Kuriosität des Hérault. Ein weiterer solcher See, der Gèbre, befindet sich an der Autobahn A75 in Höhe von Salelles du Bosc.

Die vulkanische Periode fand im Salagoutal „erst“ vor 1,5 Millionen von Jahren statt und wurde von der Entstehung der Alpen verursacht. Unter den Überresten dieses Zeitalters finden wir verstopfte Vulkanschornsteine von la Roque und Malavieille, die „Necks“ genannt werden, sowie die „Dykes“, wobei es sich um ehemalige Lavaflüsse handelt. Die Lava, die aus dem Erdmantel ausbrach, sickerte in die natürlichen Spalten der Ruffe und ließ sich in den Tälern nieder. Die Lava brach mit großem Druck an die Erdoberfläche, wo sie sich abkühlte und erhärtete, woraufhin die weichere Ruffe erodierte und damit die Erhöhung der Basaltströme verursachte. Die Gipfel der Hügel (la Sure, le Cébérou, l’Auvergne) sind also dicke Basaltdeckel. Diese Gipfel waren ursprünglich Täler, die von Lava bedeckt wurden. Man spricht von einem sog. „umgekehrten Relief“. Bei Probebohrungen wurden, v.a. auf dem Gebiet der Gemeinde Puech, Hei?wasserquellen entdeckt, die auf Vulkanaktivitäten in geringer Tiefe hinweisen.

Vulkanismus, Fauna und Flora

Das Gebiet mit den meisten Vulkanen Frankreichs befindet sich in der Auvergne. Die Ausläufer in Form einer langen Spalte reichen jedoch bis nach Agde. Aus diesem Grunde findet man Vulkane in l’Escandorgue (Carlencas), im Lodévois (Salagou), rund um Paulhan, in St. Thibéry und in Cap d’Agde. Paulhan ist umgeben von einem vulkanischen Ring. Im Südwesten der Vulkan von Nizas nahe bei Fontès, dessen Lavaströme in Richtung Lézignan la Cèbe flossen. Je weiter sich der Vulkanismus sich dem Meer nähert, desto jünger ist er (1,4 Millionen Jahre). Die Erosion durch Wind und Wasser hat in der Folge die Landschaft modelliert und Kalksandstein, Sand und Ton zu Tage befördert.

Auf dem Kalksandstein gedeihen Steineichen, Thymian, Lavendel und der Affodill, ein Liliengewächs. Sand und Schiefer ernähren die Kastanienbäume, den Ginster und das Heidekraut. Der Ton ist der ideale Boden für Rosmarin, die Azarol- und Granatapfel und den Zürgelbaum. Die Artenvielfalt ist genauso groß wie die der Rebsorten.

Weitere Informationen finden Sie auf: http://pedagogie.ac-montpellier.fr/...

Die beigefügten Bilder

Der Basaltsteinbruch von Fontès - JPEG - 167.2 kB
Der Basaltsteinbruch von Fontès

Crédit CC Clermontais

Ein Lavafluss in Fontès - JPEG - 165.4 kB
Ein Lavafluss in Fontès

Crédit OT du Clermontais

Der Dyke de la Roque nahe Liausson - JPEG - 143.4 kB
Der Dyke de la Roque nahe Liausson

Crédit OT du Clermontais

Basaltklippe in Aspiran - JPEG - 111.5 kB
Basaltklippe in Aspiran

Crédit CC Clermontais

Reiche Farbenpalette der Ruffe nahe Mérifons - JPEG - 161.2 kB
Reiche Farbenpalette der Ruffe nahe Mérifons

Crédit OT du Clermontais

Der Neck de la Roque nahe Liausson - JPEG - 146.7 kB
Der Neck de la Roque nahe Liausson

Crédit OT du Clermontais

Das Feenloch, Zeuge des Vulkanismus in Fontès - JPEG - 124.3 kB
Das Feenloch, Zeuge des Vulkanismus in Fontès

Crédit OT du Clermontais

 
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