Fauna und Flora

 

Ein Teil des Gebietes des Clermontais wurde als „zone de protection spéciale Natura 2000“ ausgewiesen. Natura 2000 ist die offizielle Bezeichnung für ein kohärentes Netz von Schutzgebieten, das innerhalb der Europäischen Union nach den Maßgaben der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie) errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten (hier beispielsweise die Natter von Montpellier, die Fledermaus, und der Bonelli-Adler) und ihrer natürlichen Lebensräume. In das Schutzgebietsnetz werden auch die gemäß der Richtlinie 79/409/EWG (kurz Vogelschutzrichtlinie) ausgewiesenen Gebiete integriert.

Wir bitten Sie deshalb, die Ausflugsziele zu respektieren, machen Sie kein Feuer zu machen, nicht wahllos Pflanzen auszureißen und bei Ihren Wanderungen auf den markierten Wegen zu bleiben.

Rund um den See

Im Jahre 1969 wurde ein großer Teil des Salagou-Tales von einem Stausee geflutet. Die karge Landschaft wich somit der Wasserwelt. Seit sich die Vegetation an den Ufern des Stausees am Wasser laben kann, hat sich der Artenreichtum der Flora sehr vergrößert. Pappeln, Eschen und Weiden dominieren zunehmend über das Röhricht. Im Frühling blitzen die strahlend gelben Blüten der Wasseriris aus dem Blau des Sees heraus. Im roten, von der Sonne erwärmten Sedimentgestein der „Ruffe“ tummeln sich die Gottesanbeterinnen, der Skorpion des Languedoc und die Natter von Montpellier einträchtig inmitten von Stauden und Sträuchern und finden ideale Verstecke unter den Steinen.

Im See

Abgestorbene Pflanzenteile, verbunden mit dem Röhricht bilden eine ideale Nahrungsbasis für viele Fischarten. Raubfische wie Hecht, Zander und Barsch vervollständigen damit ihren Speiseplan. Die Mehrheit dieser Fischarten wurde vom Menschen eingesetzt. Die Vögel hingegen haben von sich aus ganz spontan diesen Lebensraum gewählt: allen voran der Haubentaucher, die Heidelerche und die Grasmücke, die im Mai sogar aus dem fernen Gabun kommt, um hier im Schilfrohr zu nisten. Der aus dem hohen Norden stammende große Kormoran findet am Salagou eine einladende Wasserstelle, um den Winter zu verbringen, denn der See friert niemals zu. Erst im April macht sich dieser Vogel dann wieder auf den Heimweg.

Das vollständig artifizielle Ökosystem des Salagou-Sees ist momentan ein Asyl für viele hier schon vorher vorhandene Tier- und Pflanzensorten. Auf lange Sicht besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich auch neue Arten in diesem ganz besonderen Gebiet ansiedeln.

In Mourèze wird durch die Erosion des dolomitischen Kalksteins ein sehr feiner drainierender Sand abgelagert, der sogenannte „Grésou“. Zusammen mit dem Sonnenlicht ergibt dies ein Milieu, das prädestiniert dafür ist, sowohl mediterrane Pflanzen und Tiere als auch solche aus den Bergen zu beheimaten. Man trifft auf kleine Reptilien, die sich gerne in den Rosmarinbüschen verstecken, die Blaumerle, die durch das ruiniforme Relief streift, oder den Schlangenadler, der in den umliegenden Gehölzen nistet.

Die beigefügten Bilder

Kleiner Hecht am Salagou - JPEG - 106 kB
Kleiner Hecht am Salagou

Crédit Philippe Martin

Euphorbe von Nizza am Seeufer - JPEG - 104.2 kB
Euphorbe von Nizza am Seeufer

Crédit Philippe Martin

Zwergiris auf einem Teppich aus Ruffe - JPEG - 163.5 kB
Zwergiris auf einem Teppich aus Ruffe

Crédit Philippe Martin

Morgendlicher Fischer am Ufer des Salagou - JPEG - 68.3 kB
Morgendlicher Fischer am Ufer des Salagou

Crédit Philippe Martin

Ein Hecht des Salagou - JPEG - 44.7 kB
Ein Hecht des Salagou

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Erikabüsche im Cirque de Mourèze - JPEG - 150.2 kB
Erikabüsche im Cirque de Mourèze

Crédit Fusioline

Ein Karpfen vom Salagou - JPEG - 54.3 kB
Ein Karpfen vom Salagou

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Ein Flusskrebs vom Salagou - JPEG - 117.1 kB
Ein Flusskrebs vom Salagou

Crédit Fusioline

Der Ginsterskorpion - JPEG - 91.9 kB
Der Ginsterskorpion

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Wacholder - JPEG - 186.3 kB
Wacholder

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Die Vogelaugeneidechse - JPEG - 196.4 kB
Die Vogelaugeneidechse

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Eine Gottesanbeterin - JPEG - 112.2 kB
Eine Gottesanbeterin

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Blühender Rosmarin - JPEG - 107 kB
Blühender Rosmarin

Crédit Philippe Martin

 

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