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Der Olivenanbau

 

Der Olivenanbau in dieser Region geht auf die Urgeschichte zurück. Der Olivenbaum ist einer der symbolträchtigsten Bäume dieser Region. Er ist Zeichen für Frieden und Reichtum. Fast jeder Einwohner, der über ein wenig Land verfügt, besitzt deshalb einen Olivenbaum.

 Der hundertjährige Olivenbaum - JPEG - 18.2 kB
Der hundertjährige Olivenbaum
Crédit Julien Bonet

Während das Flachland dem Wein- und Getreideanbau vorbehalten ist, werden Oliven eher in Hanglagen und an Bergausläufern angebaut. Bei Ausgrabungen in mehreren galloromanischen Villen in Péret, Ceyras und Octon fand man antike Olivenpressen. Schon in dieser Zeit wurden Olivenbäume zur Gewinnung von Oliven und zur Ölproduktion angebaut. Das Öl wurde damals als Nahrungsmittel verwendet, doch auch zur Seifengewinnung und für Öllampen.

Clermont’l’Hérault besitzt seit 1922 die älteste Olivenölgenossenschaft des Departements. Der Frostschadens im Jahre 1956 stellte für die Region ein regelrechtes wirtschaftliches Desaster dar. Der Mühlenbetrieb im Hérault ging von 18 Mühlen auf 1 zurück! Die Kooperative von Clermont erholte sich jedoch und wurde in den sechziger Jahren modernisiert, um qualitativ und quantitativ konkurrenzfähig zu bleiben. Heute zählt sie über 4000 Mitglieder, die ihre Oliven zur Mühle „Moulin d’Augustin“ (Gründer der Genossenschaft) bringen, wo sie zu Olivenöl, Tapenade, einem Brotaufstrich aus zerstoßenen Oliven, Sardellen und Kapern, oder zu kosmetischen Produkten verarbeitet werden. Für letztere wird das Öl sogar bis nach Japan exportiert. Die Kooperative wird regelmäßig mit Preisen des Concours Général Agricole (allgemeiner Landwirtschaftswettbewerb) in Paris belohnt und ist Mitglied der Assemblée Générale (Hauptversammlung).

Die Olivenernte findet im September für die grünen und beim ersten Kälteeinbruch im November für die schwarten statt.

Im Cœur d’Hérault findet man vier französische Sorten: Lucqes, Amellau, Verdale de l’Hérault und Picholine. Weiterhin wurden mehrere Sorten bestimmt, die von lokalem Interesse sind: Moufla, Clermontaise, Rougette de l’Hérault, Olivière und Ménudal.

Die beigefügten Bilder

Weinberge und Olivenhaine im Clermontais - JPEG - 193.9 kB
Weinberge und Olivenhaine im Clermontais

Crédit Fusioline

Oliven aus dem Clermontais - JPEG - 70.8 kB
Oliven aus dem Clermontais

Crédit KELOUS

Olivenbaum im Clermontais - JPEG - 160 kB
Olivenbaum im Clermontais

Crédit Julien Bonet

Weinberge des Clermontais - JPEG - 227.2 kB
Weinberge des Clermontais

Crédit Fusioline

 

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