Das Salagou-Tal

 

Das Salagou-Tal liegt etwa 40 km nord-westlich von Montpellier und gilt als eine der schönsten Gegenden Frankreichs. Seine sehr vielfältige und abwechslungsreiche Geologie hat einzigartige Landschaften hervorgebracht, wie die „Ruffe“, ein rostrotes 250 Millionen Jahre altes Sedimentgestein, den schwarzen Basalt der ehemaligen Vulkane und das weiße Dolomitengestein des Talkessels „Cirque de Mourèze“, die diesem Standort eine einzigartige Vielfalt verleihen.

 Der See und die Ruffe - JPEG - 12.1 kB
Der See und die Ruffe
Crédit CC Clermontais

Der Lac du Salagou wurde durch den Bau der 60 Meter hohen Staumauer in den siebziger Jahren vom Conseil General des Hérault erbaut und wird von dem Flüsschen Salagou gespeist. Er erstreckt sich über 750 Hektar auf den Gemeindebezirken von Clermont-l’Hérault, Liausson, Octon, Salasc, Celles und Le Puech. Er enthält ca. 103 Millionen Liter Wasser, seine durchschnittliche Tiefe beträgt 15 Meter (die tiefste Stelle beträgt 55 Meter). Von seinem 76 km2 großen Auffangbecken ergießt er sich in das Flüsschen Lergue, das seinerseits im Fluss Hérault mündet.

Der Grund für seine Erschaffung war die Bewässerung für Wein- und Obstanbau sowie, den Wasserspiegel des bis dahin oftmals Hochwasser Flusses Hérault zu regulieren. Zu diesen ursprünglichen Bestimmungen gesellten sich bald viele andere. Heute dient er in erster Linie als Erholungsgebiet und Touristenattraktion, Unterstützung des Héraults bei Niedrigwasser, Produktion von Wasserkraftenergie, Brandbekämpfung und nicht zuletzt als Grundpfeiler des ökologischen Gleichgewichts der Region.

Woher kommt die rote Farbe des Erdbodens ?

Die Erde rund um den Lac du Salagou, „Ruffe“ genannt, besteht aus Quarzsandstein und Eisenoxyd, das ihr die rote Farbe verleiht. Sie entstand durch Erosion der umliegenden, damals ca. 6000 Meter hohen Bergmassive, d.h. Wind und Regen haben diese mit der Zeit abgetragen. Flüsse und regelrechte Sturzbäche haben die Schlammmassen aus Lehm und Sand in ein Becken transportiert, wo sie sich verfestigten und im Zentrum eine Dicke von schätzungsweisen 2500 Metern erreichte. Dieses Becken hat sich während Millionen von Jahren schichtweise gefüllt, wobei es langsam und kontinuierlich absank. Zu Beginn des Tertiärzeitalters wurde das Becken von Neuem angehoben und gefaltet. In dieser Zeit entstanden die Pyrenäen. Wenn sie genau hinsehen, entdecken Sie vor allem in steilen Abhängen die wellenförmigen Spuren, die das Wasser und der Wind in den Ruffes hinterlassen haben. Die Form dieser Wellen gibt Aufschluss auf die Richtung der Strömung des Wassers und des Windes, der schon damals sehr stark blies.

Seit wann gibt es Vulkane im Salagou-Tal?

Die vulkanische Periode fand „erst“ vor 1,5 Millionen von Jahren statt und wurde von der Entstehung der Alpen verursacht. Unter den Überresten dieses Zeitalters finden wir verstopfte Vulkanschornsteine von la Roque und Malavieille, die „Necks“ genannt werden, sowie die „Dykes“, wobei es sich um ehemalige Lavaflüsse handelt. Die Lava, die aus dem Erdmantel ausbrach, sickerte in die natürlichen Spalten der Ruffe ein und ließ sich in den Tälern nieder. Die Lava brach mit großem Druck an die Erdoberfläche, wo sie sich abkühlte und erhärtete, woraufhin die weichere Ruffe erodierte und damit die Erhöhung der Basaltströme verursachte. Die Gipfel der Hügel (la Sure, le Cébérou, l’Auvergne) sind also dicke Basaltdeckel. Diese Gipfel waren ursprünglich Täler, die von Lava bedeckt wurden. Man spricht von einem sog. „umgekehrten Relief“. Bei Probebohrungen wurden, v.a. auf dem Gebiet der Gemeinde Puech, Heiβwasserquellen entdeckt, die auf Vulkanaktivitäten in geringer Tiefe hinweisen. Die letzten Vulkane der Region sind vor circa 650000 Jahren erloschen.

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Karte des Sees
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Der Grand Site von Salagou und dem Cirque de Mourèze
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Broschüre über den Staudamm zum Herunterladen

• Weitere Infos auf www.lesalagou.fr

Rund um den Salagou finden Sie zahlreiche Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze, die Sie in der Rubrik Unterkunft finden. Mehrere Wassersportzentren bases nautiques bieten Ihnen zahlreiche Aktivitäten auf und um den See. Ein idealer Ort für Familienausflüge; auch Mountainbiker oder Wanderer kommen voll auf ihre Kosten. Spezielle Karten hierzu finden Sie in der Rubrik Bouger.

Die beigefügten Bilder

Der Staudamm aus Vulkangestein - JPEG - 166.1 kB
Der Staudamm aus Vulkangestein

Crédit OT du Clermontais

Der Staudamm des lac du Salagou - JPEG - 139.4 kB
Der Staudamm des lac du Salagou

Crédit OT du Clermontais

Spanischer Ginster, Ruffe und See - JPEG - 145.8 kB
Spanischer Ginster, Ruffe und See

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Steinhütte am See, die vor der Überflutung gerettet wurde - JPEG - 149 kB
Steinhütte am See, die vor der Überflutung gerettet wurde

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See und - JPEG - 96.5 kB
See und

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Der See und die Ruffe - ein Farbkontrast - JPEG - 89.7 kB
Der See und die Ruffe - ein Farbkontrast

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Die Legende der Verliebten: weibe Kiesel auf roter Ruffe - JPEG - 182.3 kB
Die Legende der Verliebten: weibe Kiesel auf roter Ruffe

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Die Ufer des Salagou im Herbst - JPEG - 131 kB
Die Ufer des Salagou im Herbst

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Bunte Farbpalette der Ruffe bei Mérifons - JPEG - 142.5 kB
Bunte Farbpalette der Ruffe bei Mérifons

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Die Kapelle Notre dame des Clans nahe des Dorfes Celles - JPEG - 75.4 kB
Die Kapelle Notre dame des Clans nahe des Dorfes Celles

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Panorama des Lac du Salagou - JPEG - 63.5 kB
Panorama des Lac du Salagou

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Die Ruffe: geologische Eigenheit des Salagou - JPEG - 99.2 kB
Die Ruffe: geologische Eigenheit des Salagou

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Rot, grün, blau: die Farbpalette des Salagou - JPEG - 99.9 kB
Rot, grün, blau: die Farbpalette des Salagou

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Der See aus der Vogelperspektive - JPEG - 99.9 kB
Der See aus der Vogelperspektive

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Die Salagou-Ebene - JPEG - 90.2 kB
Die Salagou-Ebene

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