Clermont l’Hérault, ehemalige Stadt des Tuches

 

Das Gebiet um Clermont ist seit dem 6. bis 3. Jh v.Chr. besiedelt. Beweise für ein Oppidum wurden auf dem Hügel „la Ramasse“ gefunden. Der Name kommt von „Claromontem„, was soviel wie „der aufgehenden Sonne zugewandte Anhöhe“ bedeutet.

Déplier/ReplierLage

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Clermont l’Hérault vue du massif de la Ramasse
Crédit OT du Clermontais

Für die Zeit zwischen Ende des 2.Jh v.Chr. und Mitte des 2.Jh.n.Chr. finden sich Hinweise auf eine größere Agglomeration mit Thermen, einem Forum und einem Forum..., „Peyre Plantade“ (gepflanzte Steine) genannt. Diese Ortschaft befand sich an einer Römerstrasse, die Condatomagos (Millau) mit dem Mittelmeer bei Agathe (Agde) verband. Während des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung siedelte sich eine Weindomäne auf dem Gebiet des Estagnol an, einem kleinen Teich etwa 300 m von der Peyre Plantade entfernt. Bis zum 6.Jh. gab es nach heutigem Kenntnisstand nur einzelne verstreute Ansiedlungen. Die heutige Stadt Clermont ist ein Gebilde des 11. und 12. Jahrhunderts. Sie besteht aus einem ehemals imposanten Feudalschloss, das von den Guilhem erbaut wurde, einer Familie, bei der es sich möglicherweise um Nachfahren des Rittermönchs Sait Guilhem handelt, einem Cousin Karls des Großen. Des Weiteren gab es eine von einer Stadtmauer umgebene Ansiedlung zu Füssen des Schlosses. Der dritte Bestandteil war ein großer Markt, der erstmals im 12.Jh. erwähnt wurde.

Die Kirche Saint Paul wurde zwischen dem 18. und 19.Jh. außerhalb der Stadtmauern erbaut. Im 19. Jh. Folgte die Errichtung der Vorstadt am Ufer des Thônel sowie die eines Dominikanerklosters (heute: „Espace des Pénitents“). In dieser Epoche bestand die Hauptaktivität der Stadt - nach dem Ackerbau – der Gerberei und der Wollverarbeitung. Die Entstehung der königlichen Stoffmanufaktur von Villeneuvette im Jahre 1670 führte zum Wohlstand der Tuchhersteller Clermonts. Im 19.Jh. erforderte der Bevölkerungsanstieg eine Erweiterung der Stadt in westlicher Richtung (rue René Gosse, Allées Salengro…). Die Textilindustrie kam allmählich zum Erliegen und überliess ihre führende Stellung dem Weinbau. Der Bau des Bahnhofes begünstigte den Weinhandel und den Export der Tafeltrauben. Im 20.Jh. erfährt die Stadt einen erneuten Bauboom, der Kommerz läuft auf Hochtouren und seit der Erschaffung des Lac du Salagou 1968 spielt sie zudem eine wichtige Rolle im Tourismus.

Zu besichtigen :

• Ehemalige Stadtmauern und -gräben

• Hôtel de Lauzière de Thémine

• Hôtel de Martin

• Platz und Tor von Rougas

• Stadtbrunnen

• Haus der Familie Baille

• Kirche de Notre Dame de Gorjan

• Tor Naou

• Die Guilhem und ihr Schloss

• Platz du Radical

• Wohnsitz der Bozène und der Palissa

• Tor der rue Bozène

• Kirche Saint Paul (Nordfassade)

• Kirche Saint Paul (Westfassade)

• Ehemalige Dominikanerkirche

Als größte Stadt des Clermontais verfügt Clermont-l’Hérault über zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants. Sein Wochenmarkt zieht jeden Mittwoch eine Menge Besucher an. Sie finden mit Sicherheit das, was Sie suchen! In der Olivenölkooperative und dem Honiggeschäft „La Miellerie du Salagou“ lernen Sie die regionalen Erzeugnisse dieser Gegend kennen. Kunstliebhaber sollten die Töpferei von Dominique Martinez besuchen.

Die beigefügten Bilder

Das Schloss der Familie Guilhem in Clermont - JPEG - 164 kB
Das Schloss der Familie Guilhem in Clermont

Crédit OT du Clermontais

Blick auf Clermont l'Hérault von dem Hügel la Ramasse aus - JPEG - 161.8 kB
Blick auf Clermont l’Hérault von dem Hügel la Ramasse aus

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Die Kirche Saint Paul - JPEG - 134.5 kB
Die Kirche Saint Paul

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Stadthaus der Familie Bozène in Clermont l'Hérault - JPEG - 135.5 kB
Stadthaus der Familie Bozène in Clermont l’Hérault

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Ehemalige Tuchfabrik, rue Fégère, Clermont l'Hérault - JPEG - 216.9 kB
Ehemalige Tuchfabrik, rue Fégère, Clermont l’Hérault

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Gothische Rosette und Orgel der Kirche Saint Paul - JPEG - 113.7 kB
Gothische Rosette und Orgel der Kirche Saint Paul

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Der Turm Basolhe, Überbleibsel der Stadtmauern von Clermont l'Hérault - JPEG - 191.2 kB
Der Turm Basolhe, Überbleibsel der Stadtmauern von Clermont l’Hérault

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